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Monatszitat

Bewahre uns vor Leuten, die Regie über unser Leben führen möchten.

 

nach Peter E. Schumacher (1941-2013), Publizist

 
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Als damals noch heute war

1. Teil


Wer sitzt nicht auf dem WC und schmettert bisweilen ein enthusiastisches „Energie!“ kurz vor dem glücklichen Moment? Ungeachtet der Tatsache, dass Captain Picard für ein solches Verhalten allenfalls Kopfschütteln übrig hätte - ganz zu schweigen von Patrick Stewart?

Zumindest einen Wodka Martini haben wir alle schon mal getrunken, nur um ihn „gerührt, nicht geschüttelt“ bestellen zu können. Kaum einer, der nicht wie Hans Rosenthal gern mal „Spitze“ gebrüllt und einen Luftsprung gemacht hat, oder seine LCD-Armbanduhr nach Dieter Thomas Hecks Zeitansage zu Beginn der Hitparade gestellt hat. Sicher gibt es auch manch einen Meister-Propper-Fan, dessen äußerliche Identifikationsversuche mit seinem Idol von der Umwelt falsch aufgefasst werden können; aber alles in allem sollte bisher beispielhaft verdeutlicht werden, wie viele Verhaltensmuster unserer Zeit - und natürlich von uns selbst – Produkt einer immer stärker um sich greifenden Fernsehlandschaft sind. Und ich habe bisher wohlgemerkt erst von einer verflossenen Epoche gesprochen, von einer Zeit, in der Fernsehkonsum noch eher karg und selten war gemessen an heutigen Standards. Auch ich habe als Kind zehn Stunden ferngesehen. Pro Woche, versteht sich. Zugegeben, ich habe Terminabsprachen erst nach Studium der aktuellen Fernsehzeitung getroffen, aber die Umwelt hatte Verständnis, und meist haben die Kumpels ohnehin das gleiche geguckt und waren dann genauso unabkömmlich.

 

 

Ich selbst bin in einer Zeit aufgewachsen, in der ich die Auswahl aus vier öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen zu treffen hatte; später kamen noch niederländische und belgische Fernsehprogramme hinzu, die auch ab und an eine angenehme Abwechslung waren. Da im Holländer in den 80er Jahren oftmals Kinofilme viel früher liefen als im Deutschen Fernsehen, und man auch mal die eine oder andere „Raumschiff Enterprise“-Folge abstauben konnte, gab man sich auch im Englischunterricht mehr Mühe und war daher richtig stolz, wenn man bei einer holländisch untertitelten englischen Originalversion wieder mal einen zusammenhängenden Satz verstanden hat. Auch die Untertitel auf Holländisch verstand man mit der Zeit besser, so dass einem der europäische Nachbar bald nicht mehr gar zu fremd vorkam, da man sich ja schließlich ein wenig abendliche Unterhaltung teilte.

Ja, Fernsehen war damals noch richtig Arbeit; das kann ein jeder nachvollziehen, der nach einer Dreiviertelstunde „Simon & Simon“ auf RTBF II durch das anstrengende Englisch-so-gut-verstehen-wie-möglich-und-gleichzeitig-alles-was-ich-nicht-verstanden-habe-im-Untertitel-Nachgeschaue noch minutenlang wie katatonisiert in die niederländischen Nachrichten gerutscht ist, sofern nicht Mutter mit einer bestimmenden Handbewegung den Fernseher ausgeschaltet hat. Wohlgemerkt, am Gerät. Und schwarzweiß war es auch. Das Bild. Ihr wisst schon. Damals. Fragt doch mal einen heute Dreizehnjährigen, ob er mit dem Wort „Sendeschluss“ irgendetwas anzufangen weiß. Ich selbst habe die Nationalhymne noch vor dem Fernseher gelernt, auch wenn mich Kulis „Nachtgedanken“ nicht nur einmal gegen den Schlaf den Kürzeren ziehen ließen. Aber ich kenne dafür das Gefühl, völlig verdattert vor einem rauschenden Fernseher aufzuwachen. Auch wenn ich mir dann immer etwas überrumpelt vorkam, ich gehe davon aus, dass ich mich etwas unwohler gefühlt hätte, wenn mich Bob und Nancy mit dem Rocket Chief geweckt hätten oder mir irgendwelche 0190-Nummern in die Träume gefolgt wären.

 

Lies das mal

 

Super guter GRUSEL - KRIMI !

 

Sechs

von Thomas Gast


Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

mehr ...

Fundstück ...

Dr. Nfish

Beim Niesen setzt das Herz aus.

Sind wir satt, hören wir schlechter.

Täglich atmet man ca. 700.000 eigene Hautschuppen ein.

Ein Blauwal-Herz ist so groß wie ein VW-Käfer.

 

Lektionen

100. Lektion!

Nfish bringt seinen Lesern am 15. Juni 2010 die 100. frische Lektion ins Haus.

 

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