| Sonntag 28 Mai 2017 |

Font Size

Profile

Menu Style

Cpanel

Status heute

 

Monatszitat

Bewahre uns vor Leuten, die Regie über unser Leben führen möchten.

 

nach Peter E. Schumacher (1941-2013), Publizist

 
Benutzerbewertung: / 11
SchwachPerfekt 

Das beste Dschungelcamp aller Zeiten

Intensive Gedanken

Es ist wieder mal zu Ende gegangen, und wie alle anderen vorher war auch dieses das beste aller Zeiten. Jedenfalls wenn man der immer noch ungebrochenen Euphorie des stets gleich frohgekokst wirkenden und stets altbewährtem Moderatorenduo Infernale Dirk Bach und Sonja Dingens glauben mag, die von einer Teilnahme im Dschungelcamp vermutlich nur die Unbedenklichkeitserklärung von Dr. Bob trennt.

Andererseits stimmt es den Stammfan schon bedenklich, wenn das geliebte Camp mit der Planbarkeit von Olympischen Spielen in Weltkriegen ausgestrahlt wird, weil man leider immer mehrere Jahre braucht, um genug gebuchte Werbezeiten zusammenzubekommen, damit wir uns den optischen Australienurlaub auch leisten können.

 

A propos Australien: Für ein Land, dass an der einen Seite brennt und an der anderen Seite unter Wasser steht, war die Camplocation wieder mal erstaunlich unbeeinträchtigt, gleich einem Fels in der Brandung trotzt sie jedem Naturereignis – gut, es gab mal einen heftigen (inszenierten?) Regenguss, aber den hat es auch in Wanne-Eickel in der Zeit gegeben, wo das Camp wohl genauso gut stattfinden könnte. So Känguruhoden und Hirschpimmels gibt’s inzwischen auch beim Lidl in der Kühltruhe. Dann wäre es auch billiger, RTL bräuchten nicht jahrelang Werbekundschaft zu akquirieren – in der Nachtwiederholung laufen ohnehin nur Sex -und Datingspots von Anbietern mit zweifelhafter Zukunft, denn wenn die sich nicht gegenseitig durch den Kannibalisierungseffekt von gleichzeitig gesendeter Werbung in die Pleite treibt, stirbt denen sowieso rasch die potentielle Kundschaft weg, denn Leute unter 65 nutzen ja inzwischen für derartige Dienste längst das Internet. Und auch Leute darüber sogar, wie man in dieser Pro7-Chatraumdating-Castingshow gesehen hat…ihr wisst schon, diese Show, in der sich die Redakteurinnen als 17jährige Mädels oder 13jährige Jungs ausgeben und sich dann mit alten Männern treffen, die gar nicht wissen, dass sie eigentlich ein Casting für ne TV-Show gemeistert haben. So was ist in meinen Augen ohnedies die sinnvolle und logische Steigerung vom Dschungelcamp, Leute verspotten, die man noch weniger leiden mag als doofe Parapromis: sexuelle Triebtäter. Wie diesen Mann von der Telekom: Hätte man den mal vorher im Internet gecastet, dann wäre Mirko wohl noch am Leben. Aber der Mann war ja vorher angeblich nie in dieser Weise tätig (obwohl bei der Telekom, aber die hätten das rausbekommen, die überwachen ihre Mitarbeiter sehr scharf)– da steckt also noch massig Potential in unserer Subkultur – denn Everybody is a Star.

Aber ich schweife ein wenig ab, denn das Dschungelcamp ist ja der Star dieses Beitrags und soll es auch bleiben. Wer hat diesmal überhaupt gewonnen? Und noch wichtiger, was kann der sich dafür kaufen? Kriegt der überhaupt Geld? Die Knebelverträge von RTL werden ja auch nicht großzügiger. Wehe, die Sarah Knappzick kommt nicht zur Versöhnungsfeier oder redet gar garstig über ihre Camperfahrungen – dann darf die noch Geld draufzahlen, und die nächste Model-WG findet ohne sie statt. Oder sie muss bei Konkurrenzsendern nach neuen Freunden suchen, da geb´ ich Brief & Siegel drauf. Indira würde ja sogar freiwillig Geld zahlen für den schönen Urlaub, so erzählte sie es jedenfalls dem Walter (das ist der Mr. Spock-Effekt vom Frauenknast) am Lagerfeuer. Aber da wird RTL sie wohl nicht beim Wort nehmen, denn wenn sie Geld hätte, wäre sie ja gar nicht mitgekommen. Was hat sie eigentlich mit der Playboykohle gemacht? Oder musste sie da auch Geld mitbringen? Ihre Fotodokumentation dort gar zu Anzeigenkonditionen abrechnen? Ist sie gar deswegen so moppelig geworden, weil sie sich falsch ernährt, und nicht, weil sie zu viel isst? Diese Gedanken stimmen mich traurig, statt für notleidende Hundebabys in der 3. Welt wie in einem der Werbespots in den Pausen mehrfach illustriert ,sollte man lieber für Stars in Not aus der ganzen Welt sammeln. Sonst denken die richtigen Inder noch, das bei der Indira sei Wohlstandsspeck, und sie muss wieder Verena heißen, weil die Inder ihr den schönen Spitznamen entziehen. – Wegen „Gandhi“…also ich denke, ihr könnt mir folgen.

 

So. jetzt hab ich mich auch mal über einen der Stars dort fies lustig gemacht, das ist gar nicht so schwer – und was zusätzlich auffällt: Indira fand ich da nicht mal am Nervigsten. Die hatte so was lieb-trottelig-Subalternes. Eigentlich das perfekte Frauchen, sucht sich das vermeintliche Alpha-Tierchen und hängt sich dran, um den Sog-Effekt auszunutzen. Ist natürlich auf Dauer langweilig, aber weil sie recht schnell die einzige Frau war, die man bei RTL wohl noch bereit war, nackt zu zeigen (wenn es sich denn ergäbe…unterm Strich hat man ja nur den Langen Hans vom Langhans ausgiebig dargeboten bekommen), hat sie sich eben denkbar lang gehalten. Die Walter-Katy war irgendwann über jedweden geschlechtlichen Dünkel erhaben und wurde nur noch als Figur wahrgenommen, Lisa Fitz-gleich hangelte sie sich durch die Mampfprüfung, erbrach sich gelegentlich und wurde letztendlich Zweite. Was nicht verwundert, schließlich wurde das Lisa Fitz auch. Bisher hat glaub ich nur Ingrid Bergen die Mampfprüfung gehabt und dann das Camp gewonnen.

Ich persönlich finde ja, dass alle die gleiche Prüfung haben sollten, und natürlich nur die Mampfprüfung. Irgendwie ist es doch am Faszinierendsten, Leute die es selbst so gewollt haben, irgendwelches eklige (und medizinisch unbedenkliche, was ja bei Westessen nicht immer der Fall ist) Zeugs runterwürgen zu sehen. Da gehen bis auf ein paar Würmer und Käfer ja auch keine armen Tiere bei kaputt – jedenfalls längst nicht so viele wie bei den Disziplinen, in denen die Kandidaten damit literweise übergossen werden. Und das mit den Ratten im Sarg finde ich ganz bedenklich, schließlich ist es in Deutschland per Gesetz verboten, Wirbeltiere grundlos zu quälen. Ein weiterer Beweis, dass dieses Camp wohl tatsächlich in Australien stattfinden muss; das ist ja quasi rechtsfreier Raum. Jedenfalls nehmen die es nicht so genau mit Gesetzen und Verfügungen, vor knapp 10 Jahren haben die erst den Zweiten Weltkrieg für beendet erklärt; da lief glaub ich sogar schon Dschungelcamp. Gut, dass deren Luftwaffe unseren RTL-Hubschrauber nicht abgeschossen hat (besonders der mit Dolly Buster drin, das hätte geknallt).

Also, gewonnen hat jedenfalls der Peer Kusmagk (wird der wirklich so geschrieben? Wer gestattet solche Namen?), was ein wenig verwundert, wurde er doch wenig geprüft und gemocht von den anderen Kandidaten. Allenfalls halt von der Sarah, aber genutzt hat ihm das ja nichts. Anderseits ist sein Sieg wohl ein Beleg dafür, dass da wirklich noch Leute anrufen, denn aus Zuschauersicht hat der ehemalige Frühstücksfernsehmoderator und Schauspieler (wohl auch ehemalig) noch am ehesten Märtyrer- und somit Sympathiefunktion. Was haben sie den armen Kerl am Ende getrietzt und gemobt, ihn mit Schnaps abgefüllt, dass er nicht mehr gerade laufen konnte, und ihn dann noch im Interviewraum verhöhnt. Lediglich Indira „Gandhi“ Weis fand mal ein paar versöhnliche Flüstertöne für ihn, aber das wohl auch nur, weil sie mittlerweile wol erfahren hatte, dass RTL auch geflüsterte Dialoge mitschneidet, versteht und sendet, notfalls übersetzt & untertitelt. Denn so ist sie, die liebe Indira, will eigentlich mit jedem klarkommen und von allen gemocht werden, ohne anzuecken, anders als die fiese Ghettogöre Sarah, die natürlich genauso wenig aus dem Ghetto kommt wie Lady Gaga aus der Gosse. Anders als Lady Gaga sucht die Gaga-Sarah allerdings noch nach Dingen, die sie kann, und muss wohl auch nach diesem Dschungelcamp noch weitersuchen, ich jedenfalls – und sicher auch RTL – sind ihr dankbar, dass sie mitgemacht hat, und von mir aus kann sie auch ihr volles Honorar bekommen (lt. Presseangaben halb so viel wie Long John Langhans), denn sie hat die immer notwendige Würze in Form von Sozialstress ins Camp gebracht. Seit mit der Beil auf die Stahnke gehackt worden war, hat es nicht mehr so schön gescheppert, auch und gerade weil der Knappick die Spitzfindigkeit und Zickentauglichkeit einer Giulia Siegel fehlt, hat sie sich ganz gut geschlagen, und jetzt wohl auch gelernt, dass im Fernsehen nicht immer die Wahrheit gesagt wird und man von den Kollegen mit Grimm gestraft wird, wenn man versucht, diese ans Licht zu bringen. Soll der Jay doch eine Liebesgeschichte im Camp inszeniert haben, pfui wie gemein! Als ob man ernsthaft daran zweifeln könnte, dass wahre Liebe vor laufender Kamera unter Big-Brother-Bedingungen und bescheidener Auswahl möglich wäre. Aber Dank Sarah wurde nun auch der letzte Romantiker wachgerüttelt, und der war vermutlich Peer. Er erntete dann, was Sarah säte – und letztendlich war es der Dschungelthron! Denn wir dürfen nicht vergessen, dass es zumeist die menschlichsten und somit beklagenswertesten Teilnehmer waren, die den „Sieg“ eingefahren hatten: Gewann im ersten Camp noch der hochverschuldete Naturbursche Cordalis, von dem keiner mehr in Erinnerung haben wird, als dass er es war, der ins Camp geschissen hat (was seitdem übrigens vertraglich verboten sein soll), beim 3. Camp gewann Ross Anthony, vielfach geschlagen mit jeder Menge Mälessen, u.a. seiner Bro’Sis – Vergangenheit (welche allein natürlich nicht für genug Mitleid ausreicht, Indira weiß), das 4. hat die Ingrid Bergen gewonnen, die einfach den Altersbonus hatte und im Gegensatz zu der Pudeldame von den Jacob-Sisters noch nicht wie ein Pflegefall aus der Alzheimer-Klinik wirkte, für die der Sender nur einen Hinflug gebucht hatte. Es waren also immer diejenigen, die eher Mitleid als Bewunderung erweckt hatte, Ausnahme allenfalls die Dschungelkönigin der 2. Staffel, Desireé Nick, ebenfalls Teilnehmerin an der Mampfprüfung.

Aber wirklich wird es jetzt wohl immer schwieriger, Promis aus den Kanalisationsleveln der Fernsehwelt hervorzuscheuchen, die geeignet sind für das Dschungelcamp, dass ja schon seit längerem im Prinzip davon lebt, die abgelegten Ausgeburten der eigenen und fremden Castingshows zu relaunchen. Kulturell interessant war diesmal allenfalls der Rainer Langhans, der ja zeitgeschichtlich so was ist wie die RAF, nur eben ohne Terror. Und zu rüstig fürs Heim ist der allemal, deswegen wurde er auch nicht Dschungelkönig mit seinem Oldiebonus. Aber nur alt sein reichte auch bei Bata Ilic und Gottlieb Wendehals nicht, wie sagt man so schön: Das Gesamtpaket macht es. Deswegen hat der Peer Kusmagk es womöglich nicht zuletzt einem albernen Hütchen, das er stets so verbissen getragen hat zu verdanken, dass er genug Akzente setzen konnte, um die Fans bis zuletzt an die recht teuren Telefonleitungen zu bringen. Wie viele jetzt wirklich angerufen haben, werden wir schwerlich erfahren, da RTL ja wenn überhaupt nur Prozentangaben veröffentlicht. Ich selber kannte Peer Kusmagk vorher übrigens gar nicht. Genauso wenig wie Jay, Sarah, Matthieu und Froonk. Die anderen Teilnehmer sagten mir auch meist erst im Kontext was („Jacob SISTERS, Schwimmer, Playmate, Frauenknast…“), bis auf Reiner Langhans, über den ich mal was im Spiegel gelesen hatte. Aber immerhin schreibt ja der Spiegel auch übers Dschungelcamp, wer weiß also, in welcher Show der Zukunft wir ehemalige Dschungelcampteilnehmer wieder sehen werden, von denen wir dann nichts mehr wissen, als dass sie mal an einem Dschungelcamp teilgenommen haben. Und wer weiß, wann RTL wieder genug Werbezeiten verkauft hat, um sich eine zusätzliche Staffel leisten zu können.

 

Lies das mal

 

Super guter GRUSEL - KRIMI !

 

Sechs

von Thomas Gast


Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

mehr ...

Fundstück ...

Dr. Nfish

Beim Niesen setzt das Herz aus.

Sind wir satt, hören wir schlechter.

Täglich atmet man ca. 700.000 eigene Hautschuppen ein.

Ein Blauwal-Herz ist so groß wie ein VW-Käfer.

 

Lektionen

No. 63

Die ersten industriell hergestellten Kaugummis bestanden aus einer Mischung aus Fichtenharz und Bienenwachs.

 

Nfish Besucher

HeuteHeute13
Diesen MonatDiesen Monat3690
GesamtGesamt293341