| Dienstag 25 Jul 2017 |

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Monatszitat

Bewahre uns vor Leuten, die Regie über unser Leben führen möchten.

 

nach Peter E. Schumacher (1941-2013), Publizist

 
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Kairo und die Großmutter

Gedankliches Chaos

 

In Kairo tobt der Bürgerkrieg und in der vergangenen Nacht hat das Militär nun doch eingegriffen. Nach wie vielen Tagen und Nächten? Ich habe es vergessen, nicht mitgezählt, nicht aufgepasst. Es ist ja so weit weg von mir - knappe 4 Stunden Flugzeit - und ich kenne ja niemand dort unten.

Häuser brennen, Menschen stehen wie im Wahn auf den Straßen, und die Anhänger Mubaraks haben in den letzten Stunden das Feuer auf Andersdenkende eröffnet. Kann ich das alles begreifen? Es ist doch ein atemberaubend schönes Urlaubsland und ich habe den glanzvollen Werbeauftritt Ägyptens vor Augen.

Ich bekomme das nicht verarbeitet. Die Fakten sind mir bekannt und doch entgleitet es meinem Kopf, meiner Vorstellungskraft. Ich muss mich als gebildete Europäerin dafür schämen und das ist kein Zynismus, wider der Gepflogenheit dieser Seite.

 

Ich schaue aus dem Fenster meines Büros. Der Morgen graut mit bedecktem Himmel. Windstille, kein Mensch auf der Straße. Assoziationen kriechen in mir empor, aber in einer sehr seltsamen Art.

Schwarzweiß-Aufnahmen aus den Schulbüchern und mühevolle Erläuterungen der Geschichtslehrer nehmen für kurze Momente Gestalt an. Greifbar.

Dieses Thema der deutschen Vergangenheit, so hart es für die letzten Zeitzeugen klingen mag, wurde durch konstante Ermahnungen und der künstlichen Produktion von Schuldgefühlen mir bereits in der Jugend „genommen“. Versuchte Bestrafung für Taten, die zwei Generationen zurückliegen, und eine erdrückende Allmacht lassen Menschen zum Selbstschutz sich verschließen. Das Begreifen und ein vernünftiger Umgang mit dieser Zeitgeschichte war mir nicht mehr möglich.

 

Nun sehe ich diese flimmernden Bilder aus Ägypten auf meinem Bildschirm. Wie barbarisch und brutal. Die rohe Gewalt, die Rücksichtslosigkeit und das gegenseitige Mitziehen in immer wildere Aktionen. Menschen verlieren ihr Leben. Es gibt aber auch fassungslose Bürger, die nicht wissen, wie sie dem Treiben Einhalt bieten können. Sie mauern sich ein, hoffen auf den Staat.

Ich denke an diese eine Nacht in unserer Vergangenheit, als 1938 im November Häuser brannten und die blanke Angst umging. Ich kann es plötzlich verstehen. Nein. Ich kann es erfühlen und sehen.

 

Ein seltsames Gefühl durchstreift mich an diesem Morgen. Ich trinke meinen Kaffee und denke an meine Großeltern.

Nur eine Person ist in unserer Familie aus dieser Zeit noch am Leben. Manchmal verwechselt sie meinen Namen, aber das macht nichts. Mein Desinteresse rächt sich - was weiß ich schon von „uns“ und den Gefühlen meiner Vorfahren. Hatte meine Großmutter Angst oder hat sie am Straßenrand mitgeschrieen? Ich weiß es nicht und sie kann sich nicht mehr erinnern.

 

Lies das mal

 

Super guter GRUSEL - KRIMI !

 

Sechs

von Thomas Gast


Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

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Fundstück ...

Dr. Nfish

Beim Niesen setzt das Herz aus.

Sind wir satt, hören wir schlechter.

Täglich atmet man ca. 700.000 eigene Hautschuppen ein.

Ein Blauwal-Herz ist so groß wie ein VW-Käfer.

 

Lektionen

No. 12

Eine Frau verbringt während ihres ganzen Lebens im Durchschnitt 74 Tage mit der Hand in der Handtasche, während sie nach etwas sucht.

 

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