| Donnerstag 21 Sep 2017 |

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Monatszitat

Bewahre uns vor Leuten, die Regie über unser Leben führen möchten.

 

nach Peter E. Schumacher (1941-2013), Publizist

 

Advent, Advent,das Backblech brennt

Neues aus der weihnachtlichen Experimentalküche

Heute: Erdnussplätzchen mit karamellisiertem Zuckerguss!

Man nehme: ein nicht zu kompliziert klingendes Rezept, die darin beschriebenen Zutaten, Schüsseln, Rührgerät, Backofen, Schürze und eine Flasche Prosecco - um das gängige Klischee zu bedienen, gehen wir im Folgenden von einer Bäckerin aus.

Nach dem hochmotivierten Gang in die Küche und dem Anlegen der Schürze beginnen wir damit, die Zutaten – wie im Rezept beschrieben – mittels des Rührgerätes in einer größenmäßig passenden Schüssel miteinander zu vermischen. Wenn wir nach einer Weile feststellen, dass der Teig irgendwie nicht vertrauenerweckend aussieht, stellen wir die Mischung zur Seite und fangen nun damit an, die richtigen Zutaten miteinander zu vermischen. Sollte auch dies nicht zum erwarteten Ergebnis führen ...

wiederholen wir den Arbeitsschritt und stellen dieses Mal sicher, dass wir die richtigen Zutaten in der richtigen Menge miteinander vermischen. Anschließend kippen wir die Menge um in eine andere Schüssel, da sich unsere bisherige Wahl nun als zu klein erwiesen hat.

Den so hergestellten Teig rollen wir zu einer Kugel zusammen und deponieren ihn im Kühlschrank, bis er durchgekühlt ist. Inzwischen widmen wir uns der bereits angefangenen Flasche Prosecco, da der erste Arbeitsschritt bereits erledigt ist.

Der Teig ist dann zur weiteren Verarbeitung bereit, wenn er so hart ist, dass sich damit problemlos eine Bowlingkugel ersetzen lässt. Nun beginnen wir mit Schritt zwei des Vorhabens – wir rollen den Teig aus. Das heißt, wir versuchen den Teig auszurollen. Genauer gesagt,Backbrett und Nudelholz versuchen mit vereinten Kräften, den sich heftig wehrenden Teig zur Raison zu bringen. Solange der Teig sich im durchgekühlten Zustand befindet, sind die Resultate überschaubar. Glücklicherweise haben wir ja noch den Prosecco. Wird der Teig warm, lässt dessen Widerstand nach, allerdings auch die Formbarkeit. Sobald der Teig aufgegeben hat und sich widerstandslos an das Backbrett schmiegt, ist die Stunde des Nudelholzes gekommen. Leider versucht der Teig nunmehr listig, sich an das Nudelholz zu klammern und sich nicht flach-, sondern aufrollen zu lassen. Die Bäckerin wird den am Nudelholz klebenden Teig entweder mit mehreren Tonnen Mehl bekämpfen oder ein paar neue Flüche kreieren – die Erfahrung zeigt, dass auch beides gleichzeitig möglich ist.

Falls der Partner der Bäckerin zugegen sein sollte, sei ihm geraten, jedwede Bemerkungen bei sich zu behalten, da die Bäckerin ansonsten das Nudelholz einer anderen naheliegenden und schnelleren Erfolg versprechenden Nutzung zuführen könnte.

Sobald der Teig endgültig bezwungen wurde, werden die gewünschten Formen ausgestochen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech positioniert. Der Backofen wird inzwischen vorgeheizt, damit es keine weiteren Verzögerungen gibt. Während die Küchenuhr zuverlässig die Zeit überwacht, die die Plätzchen im Ofen benötigen, genehmigen wir uns ein weiteres Glas Prosecco – wir haben es uns verdient. So gestärkt, entfernen wir nach der Hälfte der vorgesehen Backzeit die im sich selbst temperierenden Turbobackofen verkohlten Plätzchen und wiederholen die bisherigen Arbeitsschritte.

Kommen wir nun zum Erdnussbelag – nicht umsonst heißen die Plätzchen „Erdnussplätzchen“. Wir nehmen einen Topf (der im übrigen auch nicht im Rezept stand) und rösten die Erdnüsse. Wie lange, weiß niemand. Lassen wir uns überraschen, wir haben ja noch eine zweite Flasche Prosecco.

Nun streichen wir die inzwischen abgekühlten Plätzchen mit Marmelade ein und versuchen, die mehr oder weniger gerösteten Erdnüsse darauf zum Halten zu bringen. Sollte dieser Versuch fehlschlagen, höre man auf den Rat eines erfahrenen Bauarbeiters und vermische die Nüsse mit der Marmelade. Die Masse hat jetzt eine festere Konsistenz, allerdings haben die Erdnüsse nun bereits eine andere Farbe als auf dem Produktfoto. Damit können wir uns jetzt allerdings nicht weiter beschäftigen, denn nun kommt die Krönung des Ganzen: der Guss.

Wir nehmen abermals einen zuvor nicht angekündigten Topf und schmelzen den Zucker vorschriftsmäßig auf der heißen Herdplatte. Sobald der Zucker anfängt zu karamellisieren, füge man die übrigen Zutaten hinzu. Sollte er jedoch nicht karamellisieren, fügt sich dieser Umstand nahtlos in den bisherigen Schwierigkeitsgrad ein, denn nun beginnt der Zucker ohne Übergang im Topf zu einer steinharten Masse zu verklumpen. Die mittels eines Meißels herausgeklopften Bruchstücke verteile man großzügig auf die wartenden Erdnusshäufchen.

Das so erzielte Ergebnis hat zwar mit dem Rezeptfoto nichts mehr gemein, aber immerhin haben wir eines vorzuweisen. Auch wenn der Partner nun, da wir kein Nudelholz mehr in der Hand halten, sich ein paar unqualifizierte Bemerkungen nicht verkneifen kann. Aber bis Weihnachten sind die Brandwunden wieder verheilt (den Topf hatte er übersehen).

Leider haben wir in unserer überschwänglichen Freude allerdings vergessen, den Herd abzuschalten – das Backpapier hat Feuer gefangen. Wohl dem, der einen Garten hat! Nachdem die Feuerwehr eingetroffen ist, setzen wir uns um den brennenden Komposthaufen und intonieren Weihnachtslieder. Dazu reichen wir Erdnussplätzchen. Prosecco ist leider inzwischen aus, dafür muss der Rumtopf dran glauben.

Prost!

Lies das mal

 

Super guter GRUSEL - KRIMI !

 

Sechs

von Thomas Gast


Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

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Fundstück ...

Dr. Nfish

Beim Niesen setzt das Herz aus.

Sind wir satt, hören wir schlechter.

Täglich atmet man ca. 700.000 eigene Hautschuppen ein.

Ein Blauwal-Herz ist so groß wie ein VW-Käfer.

 

Lektionen

No. 117

Laut einer Studie des amerikanischen »National Institutes of Health« können mehr als zwei Tassen Kaffee täglich die Wahrscheinlichkeit von Leberproblemen um 44% senken. Als bedenklich gelten danach erst mehr als sechs Tassen täglich.

 

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