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Monatszitat

Bewahre uns vor Leuten, die Regie über unser Leben führen möchten.

 

nach Peter E. Schumacher (1941-2013), Publizist

 
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Besinnliches WM-Wochenende

 

Endlich etwas Zeit, um in sich zu gehen. Zeit, um zu genießen; zu genießen nämlich, dass die ganzen anderen hoch gehandelten Mannschaften zum Teil noch viel größere Probleme haben, nicht nur spielerische (Frankreich), dass die vermeintlichen Fußballzwerge wieder herrlich durchs Turnier wirbeln, und dass es wieder richtige Fußballzwerge gibt (Frankreich).

 

Nicht einmal Uli Stein hat unseren 86er Schattenkaiser auch nur annähernd so unflätig beschimpft wie Anelka seinen Fußballvorgesetzten; da genügte schon ein zartes „Suppenkasper“, um ihn für immer aus dem Team zu bannen – und man wurde seinerzeit immerhin Vizeweltmeister, mit einem einzigen guten Spiel gegen – Frankreich.

Vermutlich muss sich Deutschland immer selbst läutern und erniedrigt werden, um gestärkt durch Demut Großes zu vollbringen. Selbst im WM-Traumjahr 1990 gab es keine blütenweiße Vorrunde, da hat man sich nach dem Traumstart gegen Jugoslawien auch schwergetan – für die Jüngeren unter uns: das war ein Land bestehend aus Serbien und noch ganz vielen anderen unangenehmen Fußballgegenern wie z.B. Kroatien, gegen die unser Land immer viele Probleme hat „offem Blattz“ (Lukas P.). 4:1 haben wir sie damals weggefegt, die Söhne Titos.

Danach gab es dann ein wüstes Rumgekrampfe gegen ein durchaus besiegbares Kolumbien, aber zu guter Letzt ging die Vorrunde doch noch ruhmreich aus, und ich möchte gar nicht daran erinnern, wie oft schon ein gesunder zweiter Platz sich als taktisch sinnvoll erwiesen hat, wenn dann mal ein Mitfavorit ebenfalls gepatzt hatte und auch nur Zweiter geworden war.

Und hätte Lukas P. lieber mal die Finger vom Handelfmeter gelassen, dann, ja dann könnte ich mich rechthaberisch lächelnd zurücklegen, da ich mit meinem 1:1 – Tipp für das Serbienspiel mal wieder goldrichtig gelegen hätte. Deutschland ist eben traditionell kein Held der Vorrunde wie in der Vergangenheit Dänemark oder die Niederlande beispielsweise, oder auch unsere schwarzafrikanischen Freunde, die dann meist alle völlig entkräftet im K.O.-Modus früh eingebrochen waren. Entweder startet Deutschland eben schwach & wird kontinuierlich besser, oder man brennt ein Strohfeuer ab, rekonvalesziert im zweiten Spiel ein wenig von dem Kater der Premierenfeier, und macht dann das letzte Gruppenspiel zu einer spannenden Sache.

Dieses Mal ist es sogar und zudem völlig unangebracht, sich unnötig über unser Team aufzuregen; man kann also getrost erstmal die Fähnchen am Kombi lassen und auch das hanuta-Album noch mit Leidenschaft zuende vollkleben, denn außer dem Ergebnis war an sich nichts schlecht an dem Spiel. Da hätte allenfalls noch ein Serbe dem Klose vor der Roten Karte in den Nacken spucken müssen, dass der Herr Podolski mal in Rage das Tor trifft, denn noch mehr als seine vergebenen Chancen hat nur sein dämliches Grinsen nach diesen die Spielatmosphäre getrübt. Allenfalls ist die Tatsache bemerkenswert, dass Podolski durch diesem Spiel Uli Hoeneß näher gerückt ist, denn kein Geringerer hat den letzten Spielelfmeter für Deutschland verschossen; aus dem ist ja hinterher auch noch ein Großer geworden und Deutschland danach Weltmeister.

Denn das Spiel unserer Mannen war gut, und das Ergebnis nur ein Resultat ungünstiger Umstände, auf die ja in der Fachpresse letztendlich zu Genüge eingegangen worden ist.

Wenn jetzt natürlich gegen die Ghanaer ein böser Rückfall in noch bösere Fußballzeiten (wie z.B. unter Ribbeck) erfolgen sollte, dann sollte die Vorrunde auch besser das Ende sein und bleiben mit dem Trost, dass man sich ohnehin nicht mehr so blamieren kann wie Frankreich, und dass die EM 1998 weiterhin as unrühmlichste Fußballturnier für Deutschland bleibt, seit man im Heiligen römischen Reich deutscher Nation noch gegen Schweineblasen getreten hat, dafür sorgt ja dann immerhin der schöne Auftaktsieg. Daher dann im Not- und Zweifelsfall lieber etwas früher raus aus dem kalten und gefährlichen Fußballentwicklungsland Südafrika mit seinem grässlichen Vuvuzela-Lärm, der mein Gehör schon derart geschädigt hat, dass ich nur noch „Uwe Seeler“ höre, wenn irgendwer diese Tröte beim Namen nennt.

Vorher dachte ich immerhin, das sei ein Land in Südamerika, das vielleicht für Nordkorea noch nachrücken durfte, aber da hab ich mich wohl vertan.

Denn allen möglichen Widrigkeiten und Stolpersteinen bei dieser von der Titanic verzögerten Afrika-WM dürfen wir uns eines weiterhin sicher sein: Wir sind alle immer noch Lena. Das kann uns so schnell keiner nehmen. Wacka, oh Wacka – I gotta tell you how I feel about you...

Lies das mal

 

Super guter GRUSEL - KRIMI !

 

Sechs

von Thomas Gast


Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

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Fundstück ...

Dr. Nfish

Beim Niesen setzt das Herz aus.

Sind wir satt, hören wir schlechter.

Täglich atmet man ca. 700.000 eigene Hautschuppen ein.

Ein Blauwal-Herz ist so groß wie ein VW-Käfer.

 

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No. 64

Ein Hai kann Blut in Wasser bis zu einer Verdünnung von 1 zu 100.000.000 erkennen.

 

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