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Bewahre uns vor Leuten, die Regie über unser Leben führen möchten.

 

nach Peter E. Schumacher (1941-2013), Publizist

 
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Die Dickenpolizei

Ein neues Berufsbild


Das Sommerloch nutzen die Hinterbänkler im Bundestag, von denen man sonst nie etwas hört oder liest, immer wieder gern, um auch mal was von sich zu geben. Ob sinnvoll oder nicht, diese Frage ist gerade im nachfolgenden Fall entscheidend.

So ein Hinterbänkler, der zumindest weiß, was ein Sommerloch ist, heißt Marco Wanderwitz, ein Abgeordneter im Deutschen Bundestag für den Wahlkreis Chemnitzer Umland/Erzgebirgskreis II der CDU. Er stellte im Juli 2010 die Forderung: „Dicke sollen höhere Krankenkassenbeiträge zahlen“, aber auch Menschen mit anderen ungesunden Verhaltensweisen sollten „bestraft“ werden.

Nun sei erst zu klären, ob Nomen gleich Omen? Ist das ein neuer deutscher „Wanderwitz“ oder meint Herr Wanderwitz das ernst?

Da ich eine praktisch denkende Frau bin, stelle ich mir in Zukunft vor, wie das ablaufen könnte. Wir führen ein neues Berufsbild ein und zwar das der Dickenpolizei. Also Bespitzelung und Denunziantentum pur. Das dürfte Herrn Wanderwitz ja bekannt sein, wie so etwas funktioniert, wenn vielleicht auch nur vom „Hören/Sagen“.

Damit schaffen wir neue Arbeitsplätze, die vorwiegend mit dicken Menschen besetzt werden, zumindest im Bereich Dickenpolizei.

In jedem Supermarkt, Bäckerei, Metzgerei, Kirchweihen, Volksfesten, Veranstaltungen jeglicher Art spioniert die Dickenpolizei aus, wer was wann und warum kauft und vor allen Dingen, wann wo und wie verzehrt. An jedem möglichen Ort der Verführung wird dann, wie zum Beispiel die Wachmänner in amerikanischen Banken, ein Dickenpolizist postiert sein. Der wird die Person, die er bei einem Vergehen erwischt, sofort verhaften. Diese Dickenpolizei muss mit den folgenden Rechten ausgestattet sein: Feststellung der Personalien, Mitnahme auf das Revier, Wiegen der festgenommenen Dicken und Erstellung eines Protokolls zur Vorlage bei Gericht.

Bei Gericht werden zusätzlich Schnellrichter eingestellt, die den sofortigen Strafvollzug einleiten. Diese Schnellrichter sollten allerdings untergewichtig sein, damit die Strafen für die Dicken dann entsprechend saftig ausfallen. Schnellrichter deswegen, weil hier die üblichen Laufzeiten der Justiz von Verhaftung bis Verurteilung unseres Staates viel zu lange dauern. Es könnte ja dann passieren, dass die angeklagte dicke Person in der Wartezeit auf ihren Prozess vor lauter Kummer und Angst vor der Strafe so viel abnimmt, dass die Person nicht mehr bestraft werden darf, wegen Untergewichts.

Seitens des Staates sind Listen zu erstellen, aus denen hervorgeht, was zu den verbotenen und ungesunden Lebensmitteln und sonstigen Bedürfnissen der Bürger gehört.

Für Dicke muss das exakt definiert sein nach dem prozentualen Anteil des Übergewichts des Dicken. Das bedeutet, ein Dicker mit 10 % Übergewicht darf ein Produkt kaufen, das wegen seines geringen Fettanteils für ihn zulässig ist. Ein Dicker mit 50 % Übergewicht, darf die für ihn geplanten Lebensmittel nur anschauen aber nicht kaufen und noch weniger essen und ein Dicker mit 100 % Übergewicht sollte sich schnellstmöglich das Projektil geben.

Wichtig ist, dass diese Lebensmittel dann seitens der Hersteller so genau und unmissverständlich gekennzeichnet sind, damit den Dicken beim Einkauf keine Fehler passieren, die dann unweigerlich auf dem Revier enden. Diese Kennzeichnung muss so groß geschrieben sein, dass sie gut lesbar ist. Ansonsten sollten Lupen an jedem Regal hängen. Dies ist eine grundsätzliche Anregung für die zukünftige Kennzeichnung aller Lebensmittel.

Es ist absolut sicher zu stellen, dass die angestellten Gesetzeshüter dicke Menschen sind, denn wenn ein Dicker zum Beispiel an das Regal mit Süssigkeiten geht und ein Dünner kauft dort auch ein, wird er sofort als der Spitzel erkannt. Ganz anders, wenn dort ein Dicker ist, dann fühlen sich Dicke sicher und trauen sich die verbotenen Produkte kaufen und dann kann man sie leichter bestrafen und das bringt Kohle.

Die Höhe der Strafen der Sünder legt der Schnellrichter fest und entscheidet, ob die Beträge an den Staat oder in die Krankenkasse des Sünders zu zahlen sind, nach dem Prinzip, was gerade im Moment der Verurteilung maroder ist. Mehrfachstraftäter werden eingesperrt und zwar bei „Wasser und Brot“.

Ich finde, das ist alles in allem ein brauchbarer Ansatz, der gut umzusetzen ist. Die Dickenpolizei und die Schnellrichter sind sogenannte Profitcenter. Das heißt, sie müssen sich selbst mit den Strafen, die von den Dicken zu zahlen sind, finanzieren.

Was mich jedoch im Moment noch sehr beschäftigt: Ich finde keine Lösung für folgendes Problem: Es soll dicke Menschen geben, die echte Freunde haben. Was passiert, wenn ein schlanker Freund für einen Dicken ein verbotenes Produkt im Auftrag kauft oder es ihm schenkt? Muss sich dann der schlanke Freund selbst anzeigen oder muss das der Dicke tun, der das verbotene Produkt in seinem Besitz hat?

Dieses Konzept lässt sich dann natürlich umsetzen für weitere Gruppierungen mit ungesunden Verhaltensweisen, die bestraft werden sollen, wie Raucher, Alkoholiker, Drogenabhängige, Sportler, geistig behinderte Menschen, körperbehinderte Menschen, Autofahrer, Radfahrer, Motorradfahrer, Fußgänger, LKW Fahrer, Benutzer von Fahrgeräten auf Volksfesten, Boxer, Automechaniker, Zahnärzte, Fahrgäste in Bussen, Zügen, Flugzeugen und U-Bahnen, Taxifahrer, Magersüchtige, Politiker, Langschläfer, Nachtmenschen, Besucher von Massenveranstaltungen, Skifahrer, Rodler, etc. etc..

Ich habe hier nur ein paar Gruppen, wie sie mir spontan eingefallen sind, aufgelistet. Diese Reihe ist mit allen Personen unserer Bevölkerung fortzusetzen, weil es meines Erachtens keinen Menschen gibt, der nicht irgendwo und irgendwie ein wenig ungesund lebt. Und gerade das ist das menschliche an den Menschen und macht sie so liebenswert – Gott sei Dank.

 

 

Lies das mal

 

Super guter GRUSEL - KRIMI !

 

Sechs

von Thomas Gast


Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

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Fundstück ...

Dr. Nfish

Beim Niesen setzt das Herz aus.

Sind wir satt, hören wir schlechter.

Täglich atmet man ca. 700.000 eigene Hautschuppen ein.

Ein Blauwal-Herz ist so groß wie ein VW-Käfer.

 

Lektionen

No. 79

1997 hatte Microsoft mehr als eine halbe Milliarde Dollar an Telefonkosten, damit Anfragen von Usern, die Probleme mit der Software hatten, beantwortet werden konnten. Die Entwicklung der Software selbst war erheblich günstiger.

 

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