| Dienstag 21 Nov 2017 |

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Monatszitat

Bewahre uns vor Leuten, die Regie über unser Leben führen möchten.

 

nach Peter E. Schumacher (1941-2013), Publizist

 
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SchwachPerfekt 

Tobsucht

 

  • Ausgeprägte Erregung mit oft aggressiver Entladung.
  • Für die Gebildeten unter uns: Delirium fubundum sive furiosum.
  • Und wer es hören muss klickt hier.

Ab einem gewissen Punkt wird das Wiederkehrende zuviel. Wer sich davon freispricht, der hat kurze Beine, eine lange Nase oder ein persönliches Gegenmittel.

Ich hab keins!

Ja, wenn ich die Schnauze voll und zwar gestrichen voll hab, dann mach ich die Schotten dicht, sing innerlich meine bekannten Kinderlieder, wipp im Takt und versuch verzweifelt wieder Boden unter die Füße zu bekommen.

Landläufig bei vielen beliebt, sollte alles nichts helfen: die Augen schließen! Notfallmaßnahme. Erfolgreich verbreitetes Phänomen. Gerne in U-Bahnen und an Schulen angewendet. Ach, ich hatte vergessen: Wir lieben es ja ausländischer in der Sprache. Auch so ein Phenomenon einer phänomenalen Erscheinung. Warum dann nicht gleich Leetspeak?

31n h0ch 4uf un53r3 kul7ur!

Ach, Augen zu und durch. Was geht MICH denn der ganze Mist schon an.

Falsch gedacht!

Was passiert ist? Nichts Besonderes. Ich habe nur intensiv die Nachrichten - Verzeihung - die „News“ in den letzten Wochen verfolgt. Ein Gehake vor dem Herrn. Wo ist der, laut H. Grönemeyer, „gewisse Gleichmut“? Er meint: „Ich glaube, es gibt so eine neue deutsche Gelassenheit“. Aha. Klingt armselig für uns Deutsche.

 

Es ist prima, wenn Michelle Obama ganz alleine die Soldaten ihres Landes in Deutschland besucht und honorierende Worte samt saftigen Steaks verteilt. Was für eine tolle Frau!

Aber wehe Stephanie zu Guttenberg taucht bei unseren Soldaten in Afghanistan auf. Völlig egal, dass sie zurückhaltend ihren Mann begleitet, sich dezent, passend kleidet und ihre Reisekosten aus eigener Tasche bezahlt. Anstatt das wir zufrieden sind und ein wenig Stolz zeigen, geht ein Aufschrei der Entrüstung bei einer „andersfarbigen“ Partei durch die Bank und die ausgehungerte Pressemeute stürzt sich auf das Thema. Hallo? Oh, stimmt, ich habe doch glatt den Herrn Johannes B. Kerner vergessen. Wie um alles in der Welt kann denn so etwas sein? Den Verteidigungsminister begleiten?

„Ich werde meine Frau selbstverständlich wieder zu den Soldaten mitnehmen, wenn wir das für richtig halten, so wie es gestern richtig war.“, sagte Guttenberg, und er wird auch zukünftig Journalisten mitnehmen, wenn es der Sache dienlich ist. Jawohl! Stand up und Zähne zeigen gegen die keifende Meute. Ich bin begeistert! Ein geradliniger Mensch, der zu seinen Handlungen steht.

War da nicht gerade ein zaghafter Applaus aus der roten Ecke und Unmut gegen die Schreihälse macht sich doch langsam breit. Wann sind wir endlich wir? In einem Teil der Republik klingt es schon zaghaft: „Wir sind Süden.“

 

Was meine Galle dann doch äußerst belastet spielt sich jedoch auf einem „Weltparkett“ ab.

Da gibt es jemanden, der veröffentlicht Dokumente. Macht sie jedermann zugänglich. Augenscheinlich mit dubiosen Mitteln, die einen Beigeschmack von Illegalität nicht los werden. Rücksichtslos werden Mittelsmänner und Informanten verheizt, nur damit ja genügend Nachschub an sensiblen Daten, Schriftstücken und Aussagen zur Veröffentlichung kommen. Den Namen des Herrn brauch ich wohl nicht nennen. Er ist in aller Munde und gefürchtet.

Nun kommt dieser besagte Mensch und ruft zum Widerstand auf: „Ich fordere die Welt auf, meine Arbeit und meine Leute vor diesen illegalen und unmoralischen Handlungen zu schützen.“ Was soll denn das? Muss man die Herrschaften nun vor ihren eigenen Mitteln schützen? Wenn zwei das Gleiche tun ist es wohl doch nicht das Selbe. Da wird doch glatt der zaghafte Applaus von eben durch armseliges Gejammer übertönt.

 

Von der übersäuerten Galle gelangt meine Tobsucht zu einem kleinen Zwischenhoch. Ein staatlicher Verkehrsbetrieb, der knallhart für sein Lohnniveau streikt. Von der Sache her sage ich nichts gegen einen geplanten und ordentlichen Streik. Streik bereinigt oft die Luft, beruhigt Gemüter und kann durchaus Dinge in Bewegung bringen. Kritisch wird es, wenn der Streik eine ganze Großstadt lahm legt und für mich unverständlich, wenn es in Athen stattfindet. Griechenland hängt am europäischen Tropf, Sparmaßnahmen müssen umgesetzt werden, und damit sie zum Erfolg kommen, auch von allen gemeinsam getragen werden. Notfallmaßnahmen. Aber das eigene Hemd ...

Was hilft es, wenn alles ruiniert ist, keine fremden Gelder mehr ins Land fließen und staatliche Stellen gestrichen werden müssen. Dann nimmt man doch lieber gemeinsam das Bündel auf, beißt die Zähne zusammen und nimmt eine kleine Gehaltskürzung in Kauf. Was rede ich. Andere Länder, andere Sitten. Ich würde kein griechisches Busticket mehr kaufen, hab ich doch schon für die nächsten 10 Jahre meinen Freifahrtschein am Steuerautomat „gezogen“.

 

Und so wie wir uns in Europa gegenseitig helfen, so hilft uns China! Ganz uneigennützig! Nein, ich spreche nicht von einer asiatischen Übernahme. Nicht dieses Mal. Ich spreche von Kochtöpfen mit Kultstatus. Der gute alte Wok fliegt immer öfter in die Ecke und bekommt Dellen. Ein deutscher Kochtopf zieht seinen Siegeszug durchs Land der strebsamen Leute und wird zur begehrten Nobelware. Mein Haus, mein Auto, mein Pool, mein Schnellkochtopf!

 

Gutes Essen soll Gemüter beruhigen. In diesem Sinne - guten Appetit.

 

Lies das mal

 

Super guter GRUSEL - KRIMI !

 

Sechs

von Thomas Gast


Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

mehr ...

Fundstück ...

Dr. Nfish

Beim Niesen setzt das Herz aus.

Sind wir satt, hören wir schlechter.

Täglich atmet man ca. 700.000 eigene Hautschuppen ein.

Ein Blauwal-Herz ist so groß wie ein VW-Käfer.

 

Lektionen

No. 125

Auszug aus einem früheren Merkblatt der Deutschen Bundespost: Der Wertsack ist ein Beutel, der aufgrund seiner besonderen Verwendung nicht Wertbeutel, sondern Wertsack genannt wird, weil ein Inhalt aus mehreren Wertbeuteln besteht, die in den Wertsack nicht verbeutelt, sondern versackt werden.

 

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