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Monatszitat

Bewahre uns vor Leuten, die Regie über unser Leben führen möchten.

 

nach Peter E. Schumacher (1941-2013), Publizist

 
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Als damals noch heute war

2. Teil


Ich will nicht sagen, dass damals unbedingt alles besser gewesen ist, aber kontrollierbarer zumindest. Man hat sich noch zu freuen gewusst, wenn dienstags endlich die nächste Folge „Falcon Crest“ gekommen ist, und den Tag verflucht, an dem man mal eine verpasst hat. Damals, ohne Videorekorder. Ich habe mir ab und an erlaubt, etwas mit einem Kassettenrekorder im Fernsehen mitzuschneiden. Audio, versteht sich. Meine selbstgebastelten Captain-Future-Kassettenhüllen stammen aus jener Zeit. Und wehe, es kam ein Mucks von der kleinen Schwester, solange die Aufzeichnung lief! Husten und Niesen wurden aufs Übelste geahndet, Zwischenrufe waren streng verboten, selbst die Mutter musste beim Schnittchenbringen auf Zehenspitzen schleichen.

 

 

Ach, die gute alte Zeit! All denen da draußen, die sie auch so kennen, ist dieses Buch gewidmet. Bei den Neo-TV-Watchern und Cyberkids bewirkt diese Lektüre vermutlich nur Unklarheit und Kopfschütteln. Recht so. Ich will auch gar nicht so weit ausholen und Fernsehen erst erklären. Es ist keine Fähigkeit, die man erlernen kann. Heute nicht mehr. Vieles ist zu verwirrend geworden; durch die Inflation der Sender und Programme ist so etwas wie eine gute alte Colt-Seavers-Folge einfach kein Stück jugendlicher Lebensqualität mehr. Auch fragt heute niemand mehr, wann bei „Drei Engel für Charlie“ die Engel kommen. Und „Starsky & Hutch“; damals Kult schon allein deswegen, weil sie wegen gewalttätiger Inhalte ins Nachtprogramm verbannt wurden, laufen heute zwischen den ganz normalen Skript-Talkshows irgendwo im Spätfrühstücksfernsehen.

Nun, meine Gedanken an diese verflossene Epoche sollen auf den nun folgenden Seiten in ihrer ganzen Abstrusität dargelegt werden. Folgt mir daher, ihr angestaubten Peter-Illmann-Bestauner, Löwenzahngucker, Wombleshombres, Ferienkalenderabreisser, Sesamstraßenfeger, Hallo-Spencer-Rufer, Montagsmaler, Spaß-am-Dienstag-Vögel, Vor-Wum-und-Wendelin-Nichtinsbettgeher, und wie ihr alle heißt.

 

MEILENSTEINE

Zu den größten Errungenschaften unserer Unterhaltungsevolution gehören zweifelsfrei „Star Wars“ von George Lucas und „Lord of the Rings“ von J.R.R. Tolkien. Diese beiden Epen sind in ihren Genres die absoluten Offenbarungen; Science Fiction und Fantasy wären ohne ihre Existenz in der heutigen Form nicht denkbar. Nirgendwo haben sich nachfolgende Regisseure und Autoren Ideen und Inspirationen geholt. Unzählige Science –Fiction-Filme und-serien verdanken wir dem Vorbild von Star Wars, und sollte ich ein Fantasy-Buch nennen, das sich nicht irgendwo bei Tolkiens reichem Sagenschatz bedient hat, so wüsste ich keines.

Beide Werke haben daher, selbst wenn man sie nie gesehen bzw. gelesen hat, auf jeden, der an 1980 am Medienleben teilnahm, eine nicht zu unterschätzende Prägungsfunktion gehabt.Selbst wenn man zu der Handvoll Geschöpfe auf diesem Erdball zählen sollte, die diese Gruppe der Unwissenden noch ausmachen dürfte*, dann ist man nur dem Sog des Einflusses hilflos ausgesetzt, den man durch Konsum entsprechender Sekundärprodukte gar nicht zu verarbeiten vermag.

 

 

*Frauen ausnahmsweise mal ausgeschlossen, da vermutlich aufgrund genetischer Veranlagung die Damenwelt für diese Ereignisse in der Menschheitsgeschichte noch nicht vorbereitet ist; fragt mal rum, wer von den weiblichen Mitgliedern mit wenigstens einem von beiden vertraut ist; meistens heißt es bei Star Wars : „Hab‘ ich mal gesehen, glaube ich“ oder „ Hab‘ ich nicht gesehen und find‘ ich doof“ und bei „Herr der Ringe“ überwiegt meist das „Hab‘ mal mit dem ersten Buch angefangen, bin aber nie fertiggeworden“ vor dem „Wenn das was von Marion-Zimmer-Bradley ist, kenn‘ ich’s bestimmt.“

 

 

Wie dieser Beitrag begann - Teil 1

Lies das mal

 

Super guter GRUSEL - KRIMI !

 

Sechs

von Thomas Gast


Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

mehr ...

Fundstück ...

Dr. Nfish

Beim Niesen setzt das Herz aus.

Sind wir satt, hören wir schlechter.

Täglich atmet man ca. 700.000 eigene Hautschuppen ein.

Ein Blauwal-Herz ist so groß wie ein VW-Käfer.

 

Lektionen

No. 40

Fruchtzucker wird heute in aller Regel nicht aus Früchten gewonnen, sondern aus Getreide oder Kartoffeln.

 

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