| Sonntag 28 Mai 2017 |

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Bewahre uns vor Leuten, die Regie über unser Leben führen möchten.

 

nach Peter E. Schumacher (1941-2013), Publizist

 
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Frauen und Bier

Gedanken zum Feierabend

 

Eigentlich ist es nicht unbedingt nach meiner Manier, pünktlich zum deutschen, unantastbaren Feierabend in einer Kneipe aufzuschlagen. Und es war mir etwas unangenehm, ich gebe es unumwunden zu, aber bevor ich mir die zarten Füßchen abfriere, um auf ein außerplanmäßiges und  familiäres Taxi im Freien zu warten ...

Nach dem Betreten des erwähnten Lokals, erkannte ich sofort das ungeschriebene Gesetz: den Zwang der Theke! Die einzelnen Tische waren zu meinem Glück fast unbesetzt und nahezu alle Gäste hingen in Trauben, in einer Herde, in einem vertrauten Rudel um einen länglichen Tresen.

Es ging stickig und laut in diesem überschaubaren Raum zu, jedoch habe ich Verständnis, dass ein erlebnisreicher Arbeitstag der Mitteilung bedarf. Ja, ein ganzer Mann braucht seinen Freiraum, wie auch den wohlverdienten Abschluss eines glorreichen, tapferen und erfolgreichen Tages! Man muss sich an einem geliebten Ort unter Gleichgesinnten austauschen können - wohl ein weiterer Zwang? Ich war und bin mir darüber unsicher.

Mit etlichen Augenpaaren an mir klebend, suchte ich mir einen bescheidenen Platz am Rande des Geschehens. Nach kurzem Warten wurde ich mit einem breiten Lächeln vom Wirt gefragt, was es denn sein darf. Kennen sie das Gefühl, als stände die Welt still, alle Anwesenden verharren und warten gespannt auf die Antwort? Eine Stecknadel hätte man fallen hören können. Ja, reine Einbildung in diesem Moment, aber subjektiv gesehen war es schon so, irgendwie ... Egal. Lassen wir das.

Gedanklich ging ich etwas hektisch die Liste meiner Lieblingsgetränke durch, als wäre ich überhaupt nicht auf diese Frage gefasst gewesen. Strich in Windeseile unpassende Bestellungen und stammelte etwas von einer Cola. Cola - da kann man nichts falsch machen. Und zack, keine 3 Minuten später, landete das Zeichen einer erfolgreich getätigten Bestellung vor mir auf dem Tisch: ein Bierdeckel. MEIN Bierdeckel!

Ich gehörte nun quasi schon halb „dazu“. Verschmolz mit meiner Umgebung, ließ mich hineinfallen, blühte auf, lächelte und sehnte mich nach einem kuschligen Platz an der Theke - rein fiktiv gesehen.

Spielerisch, auch um mich zu beschäftigen, griff ich nach dem Bierdeckel und drehte ihn über die Seitenkanten. Da mein Blick sowieso einen angenehmen Halt suchte, betrachtete ich meine "Eintrittskarte" in diese besondere Welt. Um es zu verdeutlichen: Ich trinke ungern Bier, würde mich in diesem Fall zur Fraktion der Laien zählen, kannte die Bierdeckelrechnung nur vom Hörensagen und so betrachtete ich aufmerksam das Stück Pappe. Sah mir die Bildchen an und las, was die Brauerei mir damit mitteilen wollte. Und ich spürte, wie sich meine Stirn bei dieser Lektüre gaaaanz langsam in Falten legte. Mit einem Mal sah ich leicht verschwommene Bilder vor mir auftauchten, und es gelang mir nur mühsam die aufkeimenden Gedanken unter Kontrolle zu halten. Blinzeln sollte helfen, um wieder Herr meiner Sinne zu werden und danach riss ich die Augen vor Erstaunen um so weiter auf.
Erneut fiel mein Blick auf den Bierdeckel und mir würde mulmig im Magen. Ich halluzinierte und sah l
ächelnde, wohlbekannte Gesichter vor mir auftauchen. Sie kamen berauschend näher, verschwanden wieder und wechselten sich ab.

Im Nachgang kann ich freudig sagen, dass es "derer" in meinem Leben nicht ganz so viele waren, sonst wäre es mir sicher schwindelig geworden. Der „Bock auf EX“ war mir schlagartig abhanden gekommen. Was für ein unangenehmer Gedanke, und auf den Schrecken hätte ich doch lieber einen Doppelbock auf ex gehabt, als eine fahle Cola.

 

Lies das mal

 

Super guter GRUSEL - KRIMI !

 

Sechs

von Thomas Gast


Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

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Fundstück ...

Dr. Nfish

Beim Niesen setzt das Herz aus.

Sind wir satt, hören wir schlechter.

Täglich atmet man ca. 700.000 eigene Hautschuppen ein.

Ein Blauwal-Herz ist so groß wie ein VW-Käfer.

 

Lektionen

No. 122

Den Straftatbestand einer "Beamtenbeleidigung" gibt es im deutschen Strafgesetzbuch nicht.

 

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