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Bewahre uns vor Leuten, die Regie über unser Leben führen möchten.

 

nach Peter E. Schumacher (1941-2013), Publizist

 

Kolumne

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Geschichten aus der Schattenwelt

oder

"Ich bin doch nicht blöd"


Dieser Tage hat mein uralter HP-Drucker endgültig seinen Geist aufgegeben. Dabei handelte es sich noch um ein Artefakt weit vor Anbruch der USB-Ära, ein Teil also, das noch einen deutlich höheren Ersterwerbspreis hatte als die zugehörigen Patronen (einfarbig; schwarz, Tinte).
Daher hatte ich mich erstmal ein wenig im Internet schlau gemacht bzgl. Betriebskosten, Druckgeschwindigkeit, Energieeffizienz etc. Über alles, an was man eigentlich denken sollte, hatte ich mir gedacht. Ich bin dann Tags darauf in den Media-Markt gestiefelt und habe aus der reichhaltigen Auswahl, mit der man wirklich ohne Vorselektion überfordert sein kann, ein aktuelles Multifunktionsgerät des altbewährten Herstellers Hewlett Packard erstanden, damit sollte ich dann drucken, scannen und (bei eingeschaltetem Computer) sogar kopieren können. Auf eine Fax-Funktion habe ich bewusst keinen Wert gelegt, da ich als Privatmann erfahrungsgemäß selten diese telemediale Dienstleistung in Anspruch nehmen muss, und wenn doch einmal, dann kann ich das auf der Arbeit erledigen, oder –sollte ich einmal arbeitslos sein – einen meiner zahlreichen Bekannten aufsuchen, deren Drucker über eine solche Faxfunktion verfügt. Kostet ja nichts extra, haben die sich beim Kauf wohl gedacht…

Ich als alter Sparfuchs weiß natürlich, dass ein ausgeschalteter Drucker mit Fax trotzdem noch Energie verbraucht, und ein Faxversand zudem gewöhnlich nicht von einer Festnetzflatrate abgedeckt ist. Soviel schon mal anbei, um meinem Tatsachenbericht ein paar edukative Elemente zu verleihen.
Auch bin ich nicht so wild darauf, meine Fotos auszudrucken (ich bin zwar altmodisch, verfüge aber über weitaus mehr virtuellen als realen Stauraum), so dass ich hauptsächlich an der Scan- und Druckfunktion interessiert bin. Zwar bin ich ein Pfennigfuchser (oder heißt das inzwischen Centrino?), aber kein Geizhals, weswegen ich nicht gleich das preiswerteste Gerät eines renommierten Markenherstellers gewählt habe, sondern das mit € 149,- im mittleren Preissegment angesiedelte Gerät gewählt habe.
Genau genommen beschloss ich also, das Modell HP C5324 zu wählen. Ich ließ mir vom Verkäufer auch noch mal bestätigen, dass gerade bei HP die Patronen ziemlich austrocknebeständig sind, da ich auch mal 2-3 Wochen verleben kann, ohne ein einziges Mal meinen Drucker zu benutzen, und dass im Lieferumfang sogar ein kompletter Satz vollwertiger Druckpatronen enthalten ist (blau, gelb, rot und schwarz in zwei Varianten, auch wenn die im Fachjargon lustigere Namen haben). Dass derartige Verschleißteile beim Grundgerät dabei sind, war bei meinem letzten Druckerkauf (1999) keine Selbstverständlichkeit, man konnte sich glücklich schätzen, wenn es eine so genannte „Testpatrone“ dazu gab, die in etwa ein Drittel der Füllmenge einer Vollwertpatrone hatte. Soviel augenscheinliche Gunst hätten mich ja schon stutzig machen sollen, irgendwo muss schließlich ein Haken sein, aber heutzutage werden die Würmer eben immer fetter.

Ich erwarte bei Kauf von Elektronikartikeln lediglich, dass alle Komponenten zur vollständigen Gebrauchsfertigkeit vorhanden sind. Verschleißteile ausgenommen. Die muss man extra kaufen, das lernt man schon als kleines Kind, wenn „Batterien sind im Lieferumfang nicht enthalten“ auf den Packungen steht. So kaufe ich z.B. ein Fernsehgerät auch mit der Erwartung, dass die Fernbedienung möglicherweise keine Batterien enthält, ich reagiere aber überrascht und verärgert, wenn ich die Fernbedienung zusätzlich erwerben muss. Nur derlei Geschäftsgebaren scheint sich mittlerweile bei den Druckerherstellern durchzusetzen (jedenfalls bei Hewlett Packard), fehlte doch beim Auspacken aller Lieferteile sage und schreibe das USB-Kabel! Dieses ist essentiell für die Verbindung von Drucker und PC, stellt sie doch die einzige dar. Ebenso wie die Fernbedienung heutzutage den Betrachter mit dem Gerät verbindet. Besonders der Umstand, dass mich HP in seiner Betriebsanleitung auch noch zu verhöhnen gedachte, ließ mich diese Zeilen verfassen. So war in dem Lieferumfang durchaus ein Starter-Package von einigen Seiten Fotodruckpapier nebst einer CD-R mit bedruckbaren Oberfläche (diese kann dieser Drucker auch bearbeiten) enthalten, nette Give-Aways, auf die ich gerne verzichten könnte, und die in Anbetracht meiner Verärgerung den ganzen positiven Kundenbeschenkeffekt für die Tonne werden ließen.

Aber die eigentliche Verhöhnung fand statt in der Auflistung in der Beschreibung des Lieferumfang. Da war nämlich an drei Artikeln – der CD-R, dem Fotopapier und eben an dem USB-Kabel – jeweils ein kleines Sternchen, welches sich in der Legende als „möglicherweise enthalten“ dechiffrieren ließ. Möglicherweise enthalten. Ach so. In jedem siebten Ei steckt also ein kleiner Schlumpf. Muss ich demnächst offenbar erstmal sämtliche Packungen im Media-Markt öffnen und nach Herstellerpräsenten durchsuchen, möglicherweise habe ich ja dann Glück und kann meinen Drucker auch daheim in Betrieb nehmen. Man könnte auch auf der Verpackung einen entsprechenden Hinweis auf derartige Glücksspielavancen des Herstellers machen, damit der Käufer weiß, dass Fortuna mit im Spiel ist, wenn es um den Kauf von Elektroartikeln geht. Dubiose ebay-Verkäufer mit „Überraschungspaketen sind sogar so sportlich, und kündigen in der Artikelbeschreibung an, dass sich möglicherweise auf der Europalette mit antiquiertem Elektromüll zum Startpreis von €19,99 einige Playstation 3 – Geräte befinden könnten, aber die Weltfirma HP tut das erst in der innenliegenden Installationsanweisung kund. Auf der die Fläche von 1m² deutlich anpeilenden Verpackung befindet sich auch kein schlüssiger Hinweis auf das FEHLEN eines solchen Kabels, lediglich erschließen sich die Lieferumfangspiktogramme im Nachhinein als zweigeteilte Stromkabel. Denn in der Tat besteht das Stromkabel aus zwei Teilen, die man erst noch zusammenstecken muss.Selber Schuld, wer da ein USB-Kabel vermutet. Man hätte ja auch einen Schnürsenkel belegen können, falls der eigene reißt, weil HP einem auf selbigen geht.

Aber in Zukunft bleibt mir eben nichts anderes übrig, als vor Kauf eines Artikels, der den Gegenwert & Umfang einer DVD oder CD übersteigt, mir sicherheitshalber alles auspacken & vorführen zu lassen, denn auf meine nachträgliche Beschwerde im Media-Markt reagierten Infokräfte wie Verkäufer ebenso überrascht, der Verkäufer wusste lediglich einzuräumen, dass es inzwischen zum Usus gehöre, alles mögliche seitens der Hersteller einzusparen, weil die Verkaufspreise ja so niedrig geworden wären, und er würde natürlich immer auf diese Umstände hinweisen. Leider war sein Kollege, mit dem ich bei Kauf des Druckers gesprochen hatte, gerade nicht im Hause. Mittagspause oder Zeugenschutzprogramm, wer weiß das heutzutage. Er befindet sich möglicherweise irgendwo im Haus. Aber ich mache dem Media-Markt ja auch nicht einmal einen Vorwurf, sondern vielmehr dem Hersteller HP. Wenn dieser heutzutage so klamm unter den Armen ist, dass er einem Endkunden nach der Beschenkung von eher unnötigen Komponenten wie Fotopapier und bedruckbarer CD-R kein USB-Kabel (hama, € 4,99) mitliefert, warum wird der Drucker nicht einfach 5 Euro teurer angeboten MIT USB-Kabel? Für mich jedenfalls wäre das kein Problem gewesen, schließlich hätte ich so im aktuellen Fall die zusätzlichen Spritkosten für die zweite Fahrt zum Media-Markt gespart, und HP hätte auch noch etwas am Kabel verdient, das ich ja nun von der Firma hama im Media-Markt bezogen habe – ich habe es nachträglich dazugekauft; da der Drucker bereits bezahlt war, ließ sich auch nichts mehr über Kulanz regeln, die Metro AG hatte ja ihr Geld schon, wer will es ihnen verdenken. Die sind doch nicht blöd.

Sicherlich gibt es auch genug Menschen, die derartige USB-Kabel wie Sand am Meer zuhause liegen haben; so geht es mir beispielsweise bei Stromkabeln für PCs oder Antennenkabeln für Fernsehgeräte. Aber wie man bereits aus Murphys Gesetzen weiß, hat man immer dann 10 Gabeln zur Hand, wenn man einen Löffel braucht. Bzw. brauchen Firmen wie HP möglicherweise mal etwas hinter die Löffel. Ich kann es denen ja mal so richtig geben und die auf ihrer kostenpflichtigen Hotline ordentlich zusammenfalten. Dann wissen die, mit wem sie es zu tun haben…der Kunde ist schließlich König. Zu beachten ist allerdings, dass dieser Satz immer gern in Wirtschaftssystemen verwendet wird, die sich in demokratischen Staatsformen befinden. In diesem Sinne…

Lies das mal

 

Super guter GRUSEL - KRIMI !

 

Sechs

von Thomas Gast


Eine grausame Mordserie versetzt die Bevölkerung einer Kleinstadt in helle Aufruhr. Die Morde, jeder einzelne gleicht einem Horrorszenario, zeugen von abgrundtiefem Hass und von der ungezügelten Lust des Täters, seine scheinbar wahllos ausgewählten Opfer bis zum bitteren Ende leiden zu lassen.

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Fundstück ...

Dr. Nfish

Beim Niesen setzt das Herz aus.

Sind wir satt, hören wir schlechter.

Täglich atmet man ca. 700.000 eigene Hautschuppen ein.

Ein Blauwal-Herz ist so groß wie ein VW-Käfer.

 

Lektionen

No. 96

Gelbhaubenkakadus kratzen sich mit Stöckchen hinter den Ohren.

 

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